Familienhund - Malching e.V.
Ihr Verein für Mensch und Hund

Wir möchten Sie recht herzlich auf der Seite unserer Mantrailgruppe und Fährtengruppe begrüßen!

Wir haben diese Ausbildungsgruppe neu im Verein gebildet, da wir viele Mensch-Hundeteams haben, die sich dieser Hundesportart widmen. Bei der Ausbildung können wir auch "Gott sei Dank" auf Ausbilder aus dem Rettungshundewesen zugreifen, um eine optimale und praxisbezogene Ausbildung zu erhalten.

Ein Mantrailer, zu Deutsch: Personensucher... ?

Die Nasenarbeit des Fährtensuchhundes unterscheidet sich von der des Personenspürhundes darin, dass er gegenständliche Hinweise (Kleidungsstücke, Kot oder Blut des Vermissten) und Bodenverletzungen (beispielsweise nieder getretene Gräser, kontaminiertes Laub, zertretene Kleinstlebewesen wie Schnecken oder Käfer) anzeigt. Nicht die Verursacher solcher Fährten sind also sein Suchziel, sondern Hinweise und Gegenstände, die von den "Abgängern" hinterlassen wurden und damit Aufschluss über deren Verbleib geben und darüber, was ihnen wohl zwischenzeitlich zugestoßen ist

Die Aufgabe des Personenspürhundes ist es, ausschließlich den Vermissten als Ziel anzuzeigen. Der Fährtenhund folgt also einer für den Menschen in Teilen sichtbaren und der Mantrailer einer unsichtbaren Spur. In beiden fällen nutzen die Hunde ihren ausgezeichneten Geruchssinn. Wir Menschen mit unseren vergleichsweise kümmerlichen 10 bis 30 Millionen Riechsinneszellen werden wohl niemals, nicht einmal annähernd, nachvollziehen können, was beispielsweise ein Beagle mit seinen rund 300 Millionen Zellen aus der Umgebungsluft erfassen und filtern kann.

Mantrailteam im Einsatz:

im Bereich der Rettungshundearbeit werden immer mehr Mantrailer ausgebildet. Durch den Einsatz der Mantrailer kann in der Regel eine Hinwendungsrichtung der vermissten Person vorgegeben werden. Somit ist es möglich, die Flächensuchhunde gezielter einzusetzen und größere abzusuchende Flächen entsprechend zu priorisieren. Das Zusammenspiel zwischen Mantrailer und Flächensuchhunden steigert die Effizienz bei der Vermisstensuche. Es werden jedoch, je nach Situation und Anforderung, auch ausschließlich Mantrailer oder Flächensuchhunde bei der Vermisstensuche eingesetzt. Die Polizei Rheinland-Pfalz berichtete bereits 2004 von der erfolgreichen Ausbildung und Indienststellung eines Malinois-Rüden als erster Personenspürhund, der sich von einem klassischen Fährtenhund unterscheidet. Im Jahr 2009 wurden allerdings erneut drei Diensthunde, Bayerische Gebirgsschweißhunde, als die ersten ausgebildeten Personenspürhunde in Rheinland-Pfalz vorgestellt. Nach Pilotversuchen im Jahr 2004 setzt auch die Polizei Bayern Personenspürhunde ein. Seit Juli 2009 setzt die Polizei Nordrhein-Westfalen ausgebildete Mantrailer als Diensthunde ein. Insgesamt sechs Teams wurden in einer zweijährigen Ausbildung beschult. Bei der Polizei Niedersachsen begann die zweijährige Ausbildung von drei Hunden im Oktober 2010. Es gibt auch zahlreiche Mantrailer-Teams, die ihre Dienste ohne die erforderliche Ausbildung und ohne eine professionelle Prüfung anbieten. In diesem Zusammenhang wird vor deren unrealistischen Aussagen über die Haltbarkeit von Geruchsspuren gewarnt. Ebenso werden für Deutschland fehlende Normen für die Ausbildung und praktische Arbeit sowie uneinheitliche Begrifflichkeiten kritisiert. Im Jahr 2012 urteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth zum Einsatz von Spürhunden als Beweismittel. Dabei gab die Strafkammer Anforderungen an einem derartigen Mantrailereinsatz im Freistaat Bayern durch die Polizei vor.

Fährtensuche, immer auf der richtigen Spur!

Das Fährtensuchen wurde nicht nur als Hundesportart von Menschen genutzt, sondern auch als Arbeitsunterstützung durch den Hund für die Menschen über Jahrhunderte eingesetzt. Diese Sportart ist dem Tier angeboren, hier wird der ganze Hund in seinen Urinstinkten gefordert. Gehirn und Körper werden voll beansprucht! Hat er das Suchobjekt gefunden und wurde positiv bestätigt, ist dies die Belohnung für seine Arbeit. Leider rückt die Fährtensuche heute immer mehr in den Hintergrund gegenüber anderen Modehundsportarten. Dabei kann man hier wirklich ganz toll im Team arbeiten, die Fährtenarbeit ist für alle Hunderassen geeignet. Man kann die Fährtensuche jederzeit ohne großen Aufwand mit seiner Fellnase selber betreiben.

Während beim Mantrail Duftpartikel aus der Luft aufgenommen werden, wird bei der Fährtensuche mit Bodenverletzungen (Tritt) und Abrieben gearbeitet. Ein weiterer Unterschied ist, dass Fährtenhunde bei einem guten Ausbildungsstand ohne Leine arbeiten (ist immer eine Entscheidung des Hundeführers). Was viele nicht wissen, Fährtensuche ist eine der besten Möglichkeiten des Anti-Jagdtrainings, da hier der Hund seine volle Befriedigung (Belohnung) durch die Arbeit mit seinem Menschen bekommt.

 

Somit sind andere Spuren (Fährten) wie vom Wild wesentlich unwichtiger, da hier der Hund selten eine Belohnung (Jagderfolg) erfährt. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir hier in dieser Gruppe noch weitere Mensch-Hundeteams begrüßen dürften.     

Trainer:

Josef Hellinger:

news@familienhund-malching.de

Telefon: 08573-969734

Handy:0151-42111200 

Co-Trainer:

Klaus Uhlmann